Wir Oblatenmissionare gehören zur einer charismatischen Familie, die ihre missionarische Spiritualität in vielen Facetten lebt. Diese Mazenod-Familie leitet sich von unserem Gründer, Eugen von Mazenod ab.
Wir glauben, die Impulse des heiligen Eugen von Mazenod bieten nicht nur für uns, sondern auch für viele andere Christinnen und Christen Impulse für ihr Leben. Daher veröffentlichen wir zweimal im Jahr ein Magazin, das sich mit einem bestimmten Aspekt unserer Spiritualität beschäftigt.
Sie sind herzlich eingeladen, in unserer kleinen Bibliothek zu stöbern.
Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie verletzlich unser Leben und unsere Welt sind. Im Neuen Testament gibt es dazu ein einprägsames Bild: Die Jünger fahren mit dem Boot und ein Sturm kommt auf. Das erinnert an die Lage während der Corona-Pandemie: Wir sitzen alle im selben Boot – schwach und orientierungslos, aber auch füreinander wichtig. Mit Impulsen aus der Oblatenspiritualität lädt das Heft dazu ein, im Vertrauen auf Christus Hoffnung zu schöpfen und das Gute zu entdecken, das Gott auch in schweren Zeiten wachsen lässt.
„Mit den Mitbrüdern, die aus anderen Provinzen zu uns kommen, leben wir in einigen Niederlassungen in interkultureller Gemeinschaft.“ Dieses Ziel haben wir Anfang 2020 während unseres Provinztreffens formuliert. Wir Oblaten sind uns bewusst, dass unsere Kommunitäten auf diese Weise ein missionarischer Ort sein können und sollen.
Es ist klar, dass der fruchtbare Austausch zwischen Kulturen vor allem gelebte Interkulturalität benötigt. Mit der aktuellen „Mistral“-Ausgabe wollen wir einen Beitrag dazu leisten.
Zum Plan Gottes gehörte es, seinem Sohn Jesus eine menschliche Familie zu schenken. So vertraute er ihn nicht nur Maria an, son-dern auch Josef. Aber was wissen wir über diesen Mann? Mehr als dass er der Nährvater Jesu und der Bräutigam der Gottesmutter war? Mit dem Jahr des heiligen Josef lud uns Papst Franziskus ein, über das Leben dieses Heiligen nachzudenken. Der Papst ist überzeugt, dass wir über den Mann aus Nazareth viel mehr erfahren können, als es vordergründig scheint. Und vor allem, dass es sich für uns heute lohnt, ihn sich zum Vorbild zu nehmen.
"Nichts ist verloren mit dem Frieden" - mit diesen Worten wandte sich Papst Pius XII. in seiner Radioansprache im August 1939, wenige Tage vor Beginn des Zweiten Weltkrieges, an die Regierenden und die ganze Weltbevölkerung. Heute erleben wir wieder sehr deutlich, wie viel Unheil und Schrecken ein Krieg auch auf die nicht unmittelbar Betroffenen bringen kann. Als Missionare und als Christen liegt uns die Verständigung der Menschen untereinander am Herzen. Wir bemühen uns vielmehr, den Menschen zu helfen, in Respekt, Mitmenschlichkeit und gegenseitigem Vertrauen zu leben.
„Wir haben sozusagen den Auftrag erteilt bekommen, als Missionare zu unseren Mitbrüdern, zur Mazenodfamilie und zu den Armen zu gehen, um die Hoffnung und die gute Botschaft weiterzugeben, die wir selber in den letzten Wochen erfahren durften.“ So verstand der Provinzial der Oblatenmissionare in der Mitteleuropäischen Provinz den Auftrag des Generalkapitels 2022. Alle Mitglieder der Mazenodfamilie sind eingeladen mit dem Generalkapitel diese Hoffnung in uns zu stärken, damit auch wir die Hoffnung weitergeben können, die uns erfüllt.
Jesus sandte seine Jünger aus. Auch wir sind von ihm gesendet. Und Jesus hat versprochen, uns dabei zu begleiten. "Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt" (Mt 28,20). Doch manchmal haben wir Zweifel. Manchmal führt uns das Leben über Umwege. Lassen wir uns davon aber nicht entmutigen.
Christ kann man nicht einfach individuell und allein sein. Wir gehören in eine Gemeinschaft. Das gilt aber somit auch für uns als Oblaten. Jede Gemeinschaft hat durch ihren Gründer oder ihre Gründerin etwas Eigenes, etwas Individuelles mit auf den Weg bekommen. Doch haben wir dieses Charisma nicht für uns selbst empfangen, sondern wir teilen es mit der ganzen Kirche und unserer großen, charismatischen Familie.
Kommunikation ist für uns Menschen fundamental. Wir kommunizieren ständig. Wir können sogar nicht nicht kommunizieren. Denn wir sind für Beziehungen geschaffen. Das erzählen uns auch die ersten Kapitel der Bibel. Sie erzählen uns auch, dass Kommunikation misslingen kann. In dieser Ausgabe des Mistral gehen wir Oblatenmissionare der Frage nach, wie Kommunikation fruchtbar werden kann.
Das Wort „Reform“ und damit verbundene Forderungen nach Reformen sind in Bezug auf Kirche immer wieder zu hören. Das deutsche Wort kommt vom lateinischen Verb reformare, das umgestalten, -bilden, verwandeln, abändern, verbessern oder wiederherstellen bedeutet. Es geht also darum, etwas zu verändern, etwas umzugestalten.Ziel ist es, die Kirche und ihre Strukturen so zu formen, dass sie in der heutigen Zeit bestmöglich ihren Auftrag erfüllen kann, nämlich die Verkündigung des Evangeliums.
In diesem Mistral wollen wir euch einige Beispiele der Mission mit und für die Jugend vorstellen. Diese findet hauptsächlich im OMI-Jugendkloster in Fulda statt. Zu den großen Veranstaltungen zählen die Mitwirkung bei „Praise im Park“ und der „Messdienertag“ im Bonifatius-kloster in Hünfeld. Natürlich sind die Mitbrüder auch mit Jugendlichen bei internationalen Großveranstaltungen, etwa Weltjugendtagen oder Messdienerwallfahrt dabei.
Ein Konklave ist nichts alltägliches. Die Wahl des neuen Papstes, die wir in diesem Jahr erleben durften, hat etwas, das viele Menschen - auch kirchenferne - fasziniert. Daher haben auch wir uns im Mistral mit dem Papstamt auseinander gesetzt. Wir wollen aber nicht einfach nur zum Nachdenken über kirchenpolitische Fragen anregen, dazu gibt es überall genug zu lesen. Wir wollen der Frage Raum geben, was die Gemeinschaft mit Kirche und Papst bedeutet - für uns als Mazenodfamilie und für mich ganz persönlich.
Die Zukunft ist immer ungewiss. Wir können planen und uns gut vorbereiten und trotzdem hält das Leben eine ganze Reihe Überraschungen und Unwägbarkeiten bereit. Nicht alle davon sind erfreulicher Natur. Damit wollen wir bereit sein, nicht am Leben zu verzweifeln, auch wenn es uns vor manche Herausforderung stellt.