Januar

Hallo 2020! Das neue Jahr ist noch jung. Wir starten es mit dem Wissen, dass dieses Jahr ein arbeitsreiches und intensives Jahr werden wird. Es sind Entscheidungen zu treffen und Weichen für die die Zukunft der Oblatenfamilie in Tschechien, Deutschland und Österreich zu stellen. Wie aufregend dieses gerade begonnene Jahr werden sollte, das ahnte Anfang Januar noch niemand. 2020 wird ein Jahr, das unsere Kreativität und unser Mitmenschlichkeit vor völlig neue Aufgaben stellt. Ein Jahr, in dem wir die Frage von Nähe und Distanz intensiver betrachten müssen. Doch zunächst ist alles irgendwie noch ganz normal.

Gut, was die Jugendkommunität am 12. Januar veranstaltet, ist eigentlich nicht so „ganz normal“. In Fulda sind an diesem Tag erwachsene Sternsinger in Restaurants und Kneipen unterwegs. Genau wie die vielen Kinder und Jugendlichen, die in ganz Deutschland von Haus zu Haus ziehen, sammeln sie Geld für Kinder im Libanon. Nebenbei werden viele interessante Gespräche geführt. Die Mitbrüder aus dem OMI-Jugendkloster in Fulda sind zusammen mit einigen Assoziierten mit dabei, ziehen durch die Kneipen und sammeln für den guten Zweck.

 
Erwachsene Sternsinger

Traurige Nachrichten erreichen uns aus Südafrika. In der Nacht vom 12. auf den 13. Januar 2020 stirbt der erste Missionar, der in diesem Jahr gewaltsam getötet wird. Es ist der belgische Oblate Jozef Hollanders. Pater Hollanders wurde 82 Jahre alt und hat 55 Jahre lang seinen Dienst im südlichen Afrika versehen, vor allem in Botswana. Er stirbt in dieser Nacht während eines Überfalls auf seine Missionsstation in der Pfarrei von Bodibe in Südafrika.

  

Pater Jozef Hollanders OMI
Pater Jozef Hollanders OMI

Februar

Die Oberen und Ökonome unserer Häuser treffen sich Anfang des Monats in Hünfeld. Jeweils einen Tag lang werden sie vom Provinzial und vom Provinzökonom über wichtige Verwaltungsangelegenheiten informiert und nutzen die Zeit zum Erfahrungsaustausch.

Am 13. Februar findet in Dresden eine große Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Bombardierung der Stadt statt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält im Kulturpalast der Landeshauptstadt eine Gedenkrede und etwa 11.000 Menschen bilden eine vier Kilometer lange Menschenkette durch die Stadt. Rund um den 13. Februar finden zahlreiche Veranstaltungen in Dresden statt, ein Schülergipfel, Veranstaltungen an Gedenkstätten für die Opfer der Bombardierung und des Nationalsozialismus sowie Gottesdienste. Pater Felix nimmt an einem Gottesdienst und der Veranstaltung mit dem Bundespräsidenten teil, außerdem spricht er bei einer Gedenkfeier für Pater Franz Bänsch, der während der Nazizeit etwa 1000 Verurteilte auf dem Weg zur Hinrichtung begleitet hat und in Dresden beerdigt ist.

 
Pater Franz Bänsch OMI (1899 - 1961)
Pater Franz Bänsch OMI (1899 - 1961)

Vom 17. bis zum 21. Februar treffen wir uns als Oblatenfamilie, also Oblaten, Oblatinnen, Assoziierte und Ehrenoblaten in Hünfeld, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Manche der dort beschlossenen Punkte sind bereits in die Umsetzungsphase gelangt.

Am Ende des Treffens steht eine kleine Wallfahrt nach Fulda auf dem Programm, wo wir voller Dankbarkeit am Grab des hl. Bonifatius im Dom zu Fulda Eucharistie feiern dürfen.

Für einige von uns geht es nach dem Treffen direkt wieder nach Hause, schließlich stehen die Wochenendgottesdienste und andere Verpflichtungen an. Andere machen sich auf den Weg nach Burlo, wo ein ganz besonderes Oblaten-Wochenende stattfinden soll.

 
am Grab des hl. Bonifatius im Dom zu Fulda

Am Samstag dem 22. Februar feiern wir die Ewige Profess von Frater André Kulla. Einen Tag später wird Frater Patrik Vey zum Diakon geweiht. Dieses Wochenende kann noch in der bei uns Oblaten üblichen Art und Weise begangen werden. Es sind Mitbrüder und Assoziierte aus vielen Kommunitäten anwesend, Familienmitglieder, Freude und Weggefährten der zwei Kandidaten sind zu Besuch und es wird ein schönes Fest, mit gemeinsamem Gebet und in froher Gemeinschaft. Weil nicht alle an diesem Wochenende in Burlo sein können und auch die Mitbrüder in Italien, wo André und Patrick studiert haben, am Geschehen teilhaben sollen, werden die Gottesdienste als Livestream im Internet gezeigt. Etwas, was Wochen später noch viel normaler für uns werden soll.

 
Frater Patrik Vey und Frater André Kulla

 

Apropos zukunftsweisend. Für die Fastenzeit starten wir unter www.rausausdenfedern.de einen Podcast. Jeden Werktag in der österlichen Bußzeit gibt es gute Gedanken und geistliche Impulse auf die Ohren. Realisiert wird das Projekt von Assoziierten, Oblatinnen und Oblaten.

 

Der Provinzial nimmt für eine Woche an der Europäischen Provinzialskonferenz in Aix-en-Provence teil, auch ein Besuch am Grab des heiligen Eugen in Marseille steht auf dem Programm. Zur Region Europa gehören 900 Oblaten in zehn unterschiedlichen Einheiten. Die Oberen der Einheiten, Provinzen oder Delegaturen, treffen sich zweimal im Jahr.

 
Besuch am Grab des heiligen Eugen

März

Anfang März hält der für das Kollegium des Gymnasiums Mariengarden Zuständige eine Lehrerfortbildung. Thema der Veranstaltung im Kloster Gerleve ist „Katholische Erziehung und katholische Schule heute – Herausforderungen und Chancen“.

Der Lockdown der Corona-Pandemie hat ziemliche starke Auswirkungen auf unsere Gemeinschaft. Die Mitbrüder in den Pfarreien sind in ihren Diensten stark eingeschränkt, in unseren Klosterkirchen dürfen wochenlang keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden und unsere Tagungshäuser müssen schließen. Auch Exerzitien und Missionen können nicht mehr stattfinden. Die finanziellen Belastungen sind erheblich, unsere Mitarbeitenden in den Gästebetrieben müssen leider in Kurzarbeit, hinzu kommen die vielen Menschen, die auf direkten seelsorglichen Kontakt und gemeinsame Gottesdienste verzichten müssen.

Weil, wie schon gesagt, Nähe zu den Menschen für uns wichtig ist, sind viele Mitbrüder telefonisch und per Internet mit „der Außenwelt“ verbunden. Gottesdienste werden im Internet gestreamt und einige weitere neue Online-Aktivitäten entstehen. Pater Alfred Tönnis meldet sich jeden Abend mit einem „Social distancing prayer“ aus dem „Come In" in Biberach, der interkulturellen Begegnungsstätte für Christen und Muslime in Biberach. www.come-in-bc.de

Die Mitbrüder und Assoziierten in Tschechien starten ebenfalls geistliche Angebote im Netz.

 

Geplante Gemeindemissionen und eine Jugend-Mission in Bad Orb müssen abgesagt, bzw. verschoben werden. Alles war schon vorbereitet, die Programme gedruckt, dann kam wenige Tage vor dem geplanten Beginn der Lockdown.

 

 
Vorbereitung für Streaming einer Hl. Messe

April

Zu unserem großen Bedauern können auch die heilige Woche und die Ostertage nicht wie gewohnt stattfinden. Weder öffentliche Gottesdienste sind möglich noch die sonst üblichen Veranstaltungen in den Tagungshäusern. In unseren Klöstern wird natürlich innerhalb der Hausgemeinschaft gebetet und auch die Gottesdienste werden gefeiert. Dabei denken wir immer auch an diejenigen, die diese Möglichkeit nicht haben und sie sehr vermissen. Einige unserer Kommunitäten, zum Beispiel Hünfeld und Burlo, streamen ihre Gottesdienste und so ist eine digitale Mitfeier zu ermöglichen.

Auch im tschechischen Teil der Provinz wird ein totaler Lockdown verhängt. In Plasy bringen die Mitbrüder ein gedrucktes Gebet und eine Kerze zu den Menschen und stellen sie vor den Wohnungen ab.

 
Hl. Messe in Hünfeld

Die Mitbrüder des OMI-Jugendklosters feiern 2020 Ostern zum ersten Mal „online" und haben dazu junge Menschen eingeladen. Viele, die daran teilgenommen haben, finden: „Es war ein cooles Experiment. Toll, dass es Gemeinschaft auch über große Entfernung gibt und der Glaube uns wirklich miteinander verbindet“.

Ganz ähnliches gilt für die Feier der ersten Gelübde unserer Novizen Raymund Witzel und Marijo Tući am 19. April. Auch diese Feier musste im kleinen Rahmen der Hünfelder Kommunität stattfinden und wurde als Livestream ins Internet übertragen.

 
Erste Gelübde der Novitzen

Mit dem Osterfest soll das Projekt www.rausausdenfedern.de eigentlich beendet sein – eigentlich! Mittlerweile hat Corona das Leben sehr verändert und auch kirchliche Aktivitäten sind massiv davon betroffen. Weil viele Menschen die Gottesdienste in der Gemeinde vermissen, wollen wir ein kleines Hilfsangebot machen und haben unseren Podcast weiterentwickelt. So entsteht mit www.zuhausebeten.de unser neustes Angebot im Internet.

Auf dieser Webseite finden sich für jeden Sonntag ein ausgearbeiteter Hausgottesdienst und eine Katechese für Kinder. Jeweils montags gibt es einen Podcast und an besonderen Feiertagen meistens noch das eine oder andere Zusatzangebot. „Immer nah bei den Menschen“, so lautet einer der Leitsätze unserer Gemeinschaft. Wenn persönliche Nähe nicht möglich ist, dann muss nach neuen Möglichkeiten gesucht werden, natürlich auch im Netz.

 
Webseite zuhausebeten.de

Mai

Jedes Jahr um den 1. Mai treffen sie die Assoziierten zu einem mehrtägigen Treffen, dem so genannten Eugenmeeting. In diesem Jahr beschränkt sich das Treffen auf einige Onlineveranstaltungen.

Der 21. Mai, der Gedenktag des heiligen Eugen, wird in den 13 Niederlassungen der Provinz unterschiedlich begangen. In Hünfeld feiern die Mitbrüder zudem das 60. Ordensjubiläum von Br. Karl, dem ehemaligen Chef der Klosterküche. Vielen Gästen des Hauses und den Lesern seiner zwei Kochbücher ist er bestens bekannt. Sein neustes Kochbuch kann in Hünfeld übrigens noch erworben werde. Aber nicht nur Bruder Karl hat in diesem Jahr Grund zum Feiern. Eine ganze Reihe von Mitbrüdern kann 2020 auf runde Gelübde- oder Weihejubiläen zurückschauen. Das geschieht meistens etwas bescheidener als sonst.

 
Der Heilige Eugen von Mazenod

Frater André Kulla arbeitet momentan als Schulseelsorger am Gymnasium Mariengarden in Burlo. Er wird am 23. Mai im kleinen Kreis der Klosterkommunität zum Diakon geweiht. Seine Priesterweihe ist für Januar 2021 geplant, wie es aussieht, wird auch sie wohl im kleinen Rahmen stattfinden müssen.

 
Frater André Kulla wird zum Diakon geweiht

Vom 21. bis zum 29. Mai findet die weltweite Gebetswoche um Oblatenberufungen statt. In unserer Provinz haben wir die Berufungspastoral neu aufgestellt. Dazu gehen zwei neugestaltete Internetseiten online:

www.povolani.oblati.cz/ (tschechisch) und www.oblatenberufung.de/ (deutsch)

Natürlich findet man uns auch in den sozialen Netzwerken mit Berufungsthemen:

www.facebook.com/omipovolani (tschechisch)

www.facebook.com/OMIandYouth (deutsch)

 
Drei sympatische Oblaten

Im Frühjahr und Sommer ist besonders in Spanien die Pandemie sehr stark zu spüren. Das Land kämpft mit einer schrecklichen Spirale von COVID-19-Fällen. Zwei Oblatinnen sind direkt an der Hilfe für die Kranken beteiligt. Sr. Katharina Ramrath beschäftigt sich normalerweise vorrangig mit der Ausbildung der jungen Oblatinnen und arbeitet nur mit halber Stelle in ihrem Beruf als Ärztin. Da in Madrid momentan ein großer Bedarf an medizinischem Personal herrscht, engagiert sie sich jetzt stärker im medizinischen Bereich und arbeitet neben ihrem Dienst für die Gemeinschaft mit voller Stelle im Dienst an den Kranken. Ihre Mitschwester Victoria Romero arbeitet als Seelsorgerin in einem Krankenhaus. Da momentan eine totale Isolation der Erkrankten erforderlich ist, erleben viele Kranke und Angehörige neben der Sorge um die Gesundheit auch ein Gefühl von Einsamkeit und Verlassenheit. Es fehlt der Kontakt mit geliebten Menschen, der gerade im Kampf um die Genesung äußerst wichtig ist. Angesichts der viele Erkrankten und Todesfälle und der Angst, die sie hervorgerufen haben, wird Einsamkeit für viele zu einer beängstigenden und kaum zu ertragenden Realität. Sr. Victoria arbeitet täglich im Krankenhaus und begleitet die Patienten. Sie ist derzeit das einzige Bindeglied zwischen Coronapatienten und ihren Familien.

 
Zwei arbeitsbereite Krankenschwestern

Im Mai starten die Mitbrüder im Nikolauskloster mit Freiluftgottesdiensten an den Wochenenden. Zuvor mussten die hl. Messen wegen Corona abgesagt werden. Viele Gläubige wünschen sich, wieder in Gemeinschaft Gottesdienste zu feiern. Jeden Samstag gibt es eine Vorabendmesse, am Sonntag eine Messe am Vormittag und eine am Nachmittag auf der Wiese neben dem Kloster. In der kalten Jahreszeit beginnen die Gottesdienste samstags um 16.00 Uhr, sonntags um 10.00 und 16.00 Uhr.

Auch an anderen Orten werden Freiluftgottesdienste angeboten, z. B. Männer- oder Familiengottesdienste im Hünfelder Klosterpark.

 
Gottesdienstbesucher auf dem Weg zu einem Freiluftgottesdienst

Juni

Schon im April hat unser Mitbruder Marijo Tući seine ersten Gelübde abgelegt. Im Juni kann er endlich nach Italien aufbrechen. In unserem Studienhaus in Vermicino wird er zukünftig Theologie studieren.

 
Frater Marijo studiert in Italien

Die Sommermonate, in denen traditionell viele Feste und Aktivitäten stattfinden, sehen in diesem Jahr ganz anders aus als sonst. Bedingt durch die aktuelle Pandemie und die damit einhergehenden Bestimmungen bzgl. öffentlicher Veranstaltungen können zahlreiche Aktivitäten nicht wie geplant stattfinden.

Davon betroffen sind der Festakt zum 125. Jubiläum des Bonifatiusklosters und das Klosterparkfest, beides sollte Mitte August stattfinden.

In Burlo waren ein Oblatenfamilienfest für den 19. Mai und ein Tag der Offenen Tür für dem 29. August geplant, auch diese müssen abgesagt werden.

In Kronach, Gelsenkirchen und Bingen werden die Feiern zum 100. Ortsjubiläum abgesagt, an diesen drei Orten waren Feiern im Juni vorgesehen.

 
Luftballons für ein Fest

Juli

Der Provinzrat trifft sich fünfmal im Jahr mit dem Provinzial in Hünfeld. Gemeinsam bilden sie die Provinzleitung. In diesem Jahr können nicht immer alle Mitglieder des Rates in Hünfeld sein, auch das ist eine Folge des Lockdowns. Wer nicht persönlich anwesend sein kann, wird online dazugeschaltet. Nichts ersetzt ein reales Treffen und einen guten mitbrüderlichen Austausch, aber zur Not muss es auch so gehen. Aufgeschoben werden können die Ratssitzungen nicht. Es geht schließlich darum, die Belange und Anliegen der Provinz zu reflektieren, Entscheidungen zu treffen und das Geschehen in der Provinz mit den Beschlüssen des letzten Generalkapitels abzugleichen. In unserer Julisitzung geht es um bereits weit fortgeschrittene Überlegungen für eine neue Niederlassung im Bistum Osnabrück und die Konkretisierung der schon beschlossenen neuen Niederlassung in DoniBela.

 
Der Provinzial bei einer Provinzratssitzung

August

Pater Martin Wolf startet am 15. August seinen Youtube-Channel „DerPater!“. Jeden Donnerstag um 19.00 Uhr gibt es einen neuen Beitrag über alle möglichen christlichen Themen.

https://www.youtube.com/channel/UC_W2IBxY7aJDSMEL38mEoG

 

 

Die Provinz hat im letzten Jahr den Youtubekanal „Oblatenmissionare“ begonnen. Hier sind verschiedene Videos zu unserer Arbeit, der Mission und Veranstaltungen wie Priesterweihen, Gelübde oder Livestream-Gottesdienste zu finden.

https://www.youtube.com/channel/UCO71qAmnPbf26gpS7FeD4rg

 

Ende August treffen sich die jungen Oblaten der Mitteleuropäischen Provinz, das sind alle diejenigen, die vor weniger als zehn Jahren die Ewigen Gelübde abgelegt haben. Bei dem Treffen geht es um Austausch über unser Leben und Arbeiten und unsere Zukunft als Gemeinschaft. Ein Ausflug nach Wechselburg und Zwickau gehören ebenso dazu wie Gemeinschaft am Lagerfeuer.

 

 
Jungoblatentreffen beim Minigolf

September

Fr. Patrick Vey empfängt am 12. September gemeinsam mit einem Kandidaten des Bistums die Priesterweihe im Fuldaer Dom. Wegen Corona können an dieser Feier weniger Gläubige teilnehmen als sonst üblich wäre.

 
P. Felix und P. Patrik

Im Klosterpark in Hünfeld findet am Abend des gleichen Tages auch „Praise im Park“ statt, ein großes Jugendfestival, das gemeinsam mit dem Bischöflichen Jugendamt Fulda organisiert wird. Bischof Michael Gerber feiert die heilige Messe, es gibt Musik von Neo Orleo und Alive Worship und viele weitere Angebote im Park und online.

 
Praise im Park Werbebanner

Im tschechischen Teil der Provinz übernehmen wir im September in Dolni Bela bei Pilsen eine Pfarrei in einem missionarisch sehr fordernden Gebiet. Zwei Assoziierte werden in das alte Pfarrhaus vor Ort einziehen und eng mit den Mitbrüdern aus Plasy zusammenarbeiten, die für die Seelsorge zuständig sind. Frater Christian Orth wird ab Januar das Team in Plasy/Dolni Bela leiten.

 
Oblaten und Assoziierte in Tschechien

Oktober

Am 1. Oktober bekommt Bruder Łukasz Kłos OMI die offizielle Versetzung in unsere Mitteleuropäische Provinz. Wir freuen uns sehr. Er ist nun in Hünfeld an der Pforte eingesetzt. Pater Provinzial hat in diesem Jahr übrigens insgesamt 27 Mitbrüder innerhalb der Provinz versetzt.

 
Bruder Łukasz Kłos (3.v.r.) und Mitbrueder

Am 3. Oktober findet das Jahrestreffen unserer Assoziierten statt. In diesem Jahr treffen wir uns online. Die Stimmung ist gut und auch über die Distanz hinweg gibt es Austausch und Begegnung

Auch wenn wir nicht an einem Ort zusammen sein können, sind viele der mehr als 80 Assoziierten heute an verschiedenen Orten in Deutschland und Tschechien digital miteinander und mit den Oblaten verbunden.

In Hünfeld wird ein Abendgebet gefeiert, das per Livestream zu den einzelnen Gruppen übertragen wird. Alle erneuern ihr Versprechen und wir dürfen zwei neue Assoziierte in der Gruppe willkommen heißen.

 
Christus mit Kerze

November

Wir sind auf Mission, allerdings anders als geplant. Im Südeichsfeld sollte eine Gemeindemission für sechs Gemeinden stattfinden, aber wegen Corona wird sie auf 2021 verschoben. Trotzdem starten wir ein kleines „Warm Up“ in den Gemeinden. Es gibt Gottesdienste in der Kirche und auch Livestreams von Hausgebeten und Glaubensgesprächen. Teilweise waren bis zu 2000 Teilnehmer zugeschaltet. Ein Dorf stand ganz unter Quarantäne. Da keine Gottesdienste stattfinden konnten, fuhren die Missionare mit einem Tuc-Tuc durch das Dorf und segneten die Menschen, die in ihren Vorgärten standen und beteten.

 
P. Felix unterwegs in der Gemeindemission

Mitte November hat das COVID-19 uns endgültig voll getroffen. Mehr als 20 Mitbrüder im Hünfelder Bonifatiuskloster wurden positiv auf Corona getestet. Das Kloster und die Klosterkirche müssen deshalb für mehrere Wochen geschlossen bleiben. Das bedeutet:

  • Alle Gottesdienste sind abgesagt.
  • Es gibt weder Beichtgelegenheit noch die Möglichkeit zur Geistlichen Begleitung.
  • Der Zugang zum Kloster und zur Klosterkirche ist nicht möglich.
  • Seelsorgliche Dienste oder Gottesdienstaushilfen außerhalb des Klosters sind abgesagt.

Einige Mitbrüder müssen im Krankenhaus behandelt werden, alle anderen befinden sich in strenger Zimmerquarantäne. Nur drei negativ getestete Mitbrüder dürfen die Zimmer verlassen, sie kümmern sich um die Mitbrüder und versorgen sie gemeinsam mit dem Personal der Pflegestation und der Klosterküche.

Auch in unserem Kloster in Kronach ist Corona angekommen. Kloster und Kirche sind geschlossen, die drei Mitbrüder in Quarantäne.

 

Die Assoziierten haben eine Novene gestaltet und beten sie für die Mitbrüder. – Das ist wahre Familie, einander begleiten, sich im Gebet verbunden fühlen.

 

Die Mitbrüder in Tschechien dürfen aufgrund staatlicher Verordnung kaum noch Angebote in den Kirchen machen. Sie haben sich entschlossen, bei den Armen zu sein, und helfen der Caritas bei der Versorgung von Obdachlosen. Außerdem bieten Sie einen Online-Glaubenskurs an.

 
Krankenkommunion unter Quarantaenebedingungen

Dezember

Am 3. Dezember begehen wir das 25-jähriges Jubiläum der Heiligsprechung unseres Ordensgründers. Die Kommunitäten werden es in ihren Häusern feiern.

 
Der Heilige Eugen von Mazenod

An den Montagen der Adventszeit lädt das Team von zuhausebeten.de abends um 19.30 Uhr zu einer digitalen Spätschicht im Internet ein. Nach einem Gebetsteil sind alle eingeladen, sich an der digitalen Glühweinbude zu treffen und sich auszutauschen.

 
Spätschicht Online

Wie genau die Gottesdienste an Weihnachtstagen in unseren Klöstern gestaltet werden, können wir jetzt noch nicht genau sagen. Vieles hängt von der aktuellen Lage an den einzelnen Standorten ab. Im Internet, in den sozialen und lokalen Medien werden wir aber jeweils informieren, wann, wo und wie wir gemeinsam mit Ihnen Weihnachten feiern können.

Bis dahin seien Sie gesegnet, bleiben Sie gesund und gelassen.

Ihre Oblatenmissionare

 
Christmetten an Heiligabend