Die Zahl der Oblatenmissionare ist leicht gestiegen. Im Januar 2026 gehörten weltweit 3331 Oblaten zur Kongregation, ein Jahr zuvor waren es 3307.
Besonders deutlich wächst die Gemeinschaft in Afrika und Madagaskar: Dort stieg die Zahl von 901 auf 965. Auch in Asien-Ozeanien gab es ein kleines Plus von 853 auf 858. Dagegen gingen die Zahlen in Europa von 707 auf 689 und in Kanada-USA von 425 auf 402 zurück. Lateinamerika verzeichnet ebenfalls einen leichten Rückgang von 386 auf 380.
Auffällig ist dabei nicht nur die Gesamtzahl, sondern auch der Nachwuchs. Die Zahl der Scholastiker, also der Oblaten in Ausbildung auf dem Weg zum Priestertum, stieg weltweit von 513 auf 539. Allein in Afrika und Madagaskar werden 281 Scholastiker gezählt, in Asien-Ozeanien 199. Europa kommt dagegen nur noch auf 16. Das zeigt: Die Zukunft der Kongregation wird immer stärker von den jungen Kirchen des Südens geprägt.
Die neuen Zahlen sind deshalb mehr als eine nüchterne Bestandsaufnahme. Sie erzählen von einer weltweiten Ordensgemeinschaft im Wandel. Während in Europa viele Provinzen älter und kleiner werden, wächst die Zahl der Berufungen in Afrika und Teilen Asiens weiter. Die Oblaten bleiben damit eine internationale missionarische Gemeinschaft – aber ihr Schwerpunkt verlagert sich.